Freitag, 20. September 2013

Der Auswahlprozess

Der Auswahlprozess für DIE eine Hausbaufirma hat bei uns sehr sehr viel Zeit in Anspruch genommen – nicht, weil es sooo furchtbar kompliziert ist, Angebote einzuholen oder weil es so wenige Möglichkeiten gibt. Nein, aufgrund der vielen Möglichkeiten und der vielen Zeit, die uns ja noch blieb bis zum Tag X des Baubeginns, haben wir uns wirklich alles angeschaut, was der Markt so zu bieten hat. Fertighausfirmen für Holzständerbauweise, Fertighausfirmen für Massivhäuser, Massivhaus-Anbieter, Architekten direkt, Deutsche Firmen, Firmen aus dem Ausland, regionale Unternehmen, überregionale Unternehmen, kleine Firmen, riesen Unternehmen, … Der Markt hat hier doch sehr viel zu bieten und die Schwierigkeit besteht darin, für sich das Optimum zu finden. Ein Haus bauen all diese Firmen für uns. Doch die Frage ist, was wir genau suchen – Fakt ist, wir wollen ein schlüsselfertiges Haus, da wir nicht über Monate und Jahre auf einer Baustelle leben wollen. Wir sind uns auch darüber im Klaren, dass uns das mehr als 5 EURO kosten würde, aber das ist es uns definitiv wert. Zudem war für uns recht schnell klar, dass das Haus in Deutschland produziert werden soll, da wir schon genügende Schauergeschichten von Billiganbietern aus dem Osten gehört hatten.

Die große Frage, die uns sehr lange beschäftigt hat, war die Frage Massiv, also Stein auf Stein, oder Holz. Während ich, Sandra, als kleiner Holzwurm immer für ein Holzhaus war, war Dirk eher für ein massives Haus.

Vorteile eines Massiven Hauses:

·         Werterhalt
·         „Massiv ist Massiv“
·         Typische Hausbauweise
·         Gute Wärmedämmung

Vorteile eines Hauses in Holzständerbauweise:

·         Sofort Trocken
·         Steht an einem Tag und es regnet nicht über Wochen hinein
·         Sehr gutes Klima im Haus
·         Top Wärmedämmung

Der Entscheidungsprozess hier hat wirklich lange gedauert und wir haben uns viele viele Unternehmen angeschaut, teilweise direkt, teilweise auf Hausaustellungen oder indem wir einfach durch Neubaugebiete gefahren sind. Folgende Unternehmen sind dann in die engere Auswahl gekommen:

·         Schwörer
·         U-Haus
·         Weberhaus
·         Weiss-Haus
·         Keitel-Haus
·         Fermo
·         Essig Massivbau
·         Allstav
·         Wochner-Massivhaus
·         Baufritz
·         Beilharz
·         Frammelsberger
·         Gussek
·         Haas Haus
·         Keilhofer
·         Lehner Haus
·         Luxhaus
·         Rensch-Haus
·         Wolf Haus
·         Schwabenhaus

Und das war nur ein Teil derer, die wir uns angeschaut hatten. Nach einer längeren Recherche und auch etlichen Terminen mit Verkäufern der einzelnen Unternehmen, hat sich recht schnell herauskristallisiert, dass uns die Vorteile eines Holzständerhauses wichtiger waren, als die des massiven Hauses. Denn auch das Thema Werterhalt beispielsweise ist heute nicht mehr so wie noch vor 20 Jahren. Ein Fertighaus hat heute genau denselben Wert wie ein massives Haus. Zudem ist auch beim Thema Brandschutz das Fertighaus gleichauf mit dem Massiven.

Durch diese Entscheidung waren automatisch schon die einen oder anderen Anbieter direkt aus dem Rennen, andere eben dann nach einem Gesprächstermin bzw. nachdem wir gehört haben, wie bei manchen Firmen so ein Fertighaus produziert wird. Für uns kam auf keinen Fall in Frage, Geld zu sparen und dadurch ein Haus zu kaufen, bei dem am Aufbautag die Wände bereits gefliest auf der Baustelle angeliefert werden und das Haus am Ende mit einer Silikonfuge „zusammengeklebt“ wird. Zudem war uns wichtig, ein solides Unternehmen auszusuchen, bei dem man im Bekanntenkreis und auch online nichts über schlechte Erfahrungen finden kann. Nach weiteren Wochen der Recherche, des Vergleichens und auch mit den ersten Angeboten blieben dann noch folgende Anbieter im Rennen:

·         Weberhaus
·         Weiss-Haus
·         Keitel-Haus
·         Beilharz

Die Variante direkt mit einem Architekten zu arbeiten war schon sehr schnell abgeschrieben, da wir uns das erstens nicht leisten können (bei einem vergleichbaren Grundriss ca. 50% höheres Angebot) und zweitens die Vorteile eines schlüsselfertigen Hausbaus für uns sehr attraktiv waren. Denn viele Aufgaben der Koordination übernimmt somit die Baufirma und wir werden nur dazu gezogen, wenn es darum geht, bestimmte Dinge zu entscheiden. Und das war für uns am Wichtigsten, alles aus einer Hand zu bekommen.

Als nächster Schritt ging es dann mit den 4 Unternehmen weiter, wir trafen uns für ein konkretes Angebot mit einem genauen Plan. Aktuell planen wir folgendes:

·         Einfamilienhaus mit Satteldach und Drittem Giebel
·         Erdgeschoss: So gut es geht offener Wohnzimmer-/Esszimmer-/Küchenbereich, Speisekammer, Gästebad, Garderobe
·         Dachgeschoss: Schlafzimmer, Bad, 2 Kinderzimmer
·         Keller: Technikraum, Gästezimmer, Hobbyraum, Vorratsraum
·         2 Garagen
·         Unser Grundstück hat 369 qm und liegt leicht am Hang

Die Pläne, die wir von den verschiedenen Anbietern bekommen haben, sind sich alle relativ ähnlich, weil wir eben auch ziemlich konkrete Vorgaben gemacht haben. Das machte das ganze Thema aber sehr vergleichbar für uns. Wir sind bei allen Anbietern auf ca. 150 qm Fläche im EG und DG gekommen, was für uns völlig ausreicht.

Doch schon bei diesen gleichen Vorgaben merkt man doch, wie umständlich Baubeschreibungen geschrieben sind und wie schwer es ist diese zu vergleichen. Für uns war das aber sehr wichtig, damit wir auch hier die Unterschiede sehen. Das fängt schon bei der Anzahl Steckdosen an und geht weiter über die Standardgröße der Waschbecken bis hin zum qm-Preis der Fliesen. Es lohnt sich hier wirklich zu vergleichen, denn wir haben alles gehabt, von 1 Steckdose im Schlafzimmer als Standard bis hin zu 5 Steckdosen – und wenn man das auf ein ganzes Haus rechnet, kommt da schon ein ordentlicher Batzen Geld oben drauf, wenn man das am Anfang nicht bedenkt. Und schwupps ist der günstigste Anbieter plötzlich der, der aufgrund des schmalen Standards plötzlich bei einer Wunschausstattung der Teuerste wird. Da muss man höllisch aufpassen, da man sich hier wirklich verkalkulieren kann. Und das merkt man dann eben erst bei der Bemusterung – und da ist es dann leider zu spät. Deshalb unser Tipp: Unbedingt die Baubeschreibungen auf Herz und Nieren prüfen und vergleichen.

Im nächsten Schritt haben wir uns dann bei den Anbietern vor Ort getroffen – hier ging dann auch mein Papa mit, der als Zimmermeister natürlich einen ganz anderen Blick hat und sich die Produktion nochmal genauer angeschaut hat. Das hat uns wirklich viel geholfen, da er Fragen gestellt hat, auf die wir im Leben nie gekommen wären (Danke Babba!! J).

Die Werksbesichtigungen haben einem nochmals einen ganz detaillierten Blick auf das gegeben, was hier genau gemacht wird und wie man sich so einen Hausbau im Detail vorstellen muss. Und auch hier sieht man wirklich große Unterschiede – von der Verarbeitung und von den verwendeten Materialien. So war für uns recht schnell klar, dass wir keine Isolierung mittels Styropor haben wollen, sondern eine aus Holzfaserplatten. Einige wenige Unternehmen verbauen dies im Standard, andere bieten es für einen Aufpreis auch an. Die Isoliereigenschaften sind hier eben wesentlich besser, die Brennbarkeit ist wesentlich niedriger und das Raumklima wird äußerst positiv beeinflusst.

Aktuell befinden wir uns nun in den Vertragsverhandlungen und werden uns, so wie es im Moment aussieht, für ein Weberhaus entscheiden. Wir sind von Weberhaus so begeistert, die ganze Vorarbeit, der Kontakt zu unserem Ansprechpartner im Verkauf, die Werksbesichtigungen und auch das Bemusterungszentrum haben uns voll und ganz überzeugt. Auch wenn viele Weberhaus als einen teuren Anbieter empfinden, haben unsere Vergleiche, was den Standard der Einrichtungen und Ausbauten angeht, eindeutig gezeigt, dass wir hier besser fahren. Es sind viele Dinge im Standard enthalten, was bei anderen nur für einen gehörigen Aufpreis gemacht werden kann. Unterm Strich fahren wir mit Weberhaus preislich sicherlich genauso gut, wie mit den anderen Mitbewerbern – allerdings ist unser Gefühl ein wesentlich besseres. Wir fühlen uns hier gut ausgehoben und haben das Gefühl, dass Weber unser Traumhaus mit uns bauen wird.

Kommentare:

  1. *laaach*
    Na, ihr habt ja deeeehnbare Vorstellung vom Begriff "engere Auswahl" ;-)

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  2. Ihr seid das ja richtig wissenschaftlich-fundiert angegangen. Wahnsinn, was ihr euch für eine Auswahl bei der Auswahl gemacht habt.
    Aber das, was ihr schreibt, das stimmt schon - kann ich absolut bestäötigen.
    Ich bin mit einem sog. "Discounter"-Bauunternehmen reingefallen. Lizenzpartner von Town & Country.
    Natürlich hatte ich vorher vergliuchen und gelesen und und und... Aber was dann am Ende so alles passierte, damit hätte ich niemals gerechnet.

    Jetzt habe ich den direkten Vergleich mit WeberHaus und das ist ein UNterscheid wie Tag und Nacht. Absolut unglaublich.
    Von Dorfklitschen-Abzock-Unternehmen zu absolut seriösem, professionellem Unternehmen. Ich stehe oftmals staunend da und schüttele den Kopf, wenn ich zurückdenke...

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  3. Ach so...
    Wo ich gerade dabei bin, euren Blog vollzumüllen *hüstel*

    Meine Eltern hatten vor 6 oder 7 Jahren bereits mit WeberHaus gebaut.
    Und sie haben auch sehr gute Erfahrungen gemacht.
    Das Haus ist im übrigen wirklich toll geworden. Wunderschön. Ohne irgendwelche Dinge, über die man sich im Nachhinein ärgern würde. Absolut problemloser Bau.

    Ich denke, WeberHaus ist eine sehr gute Wahl!

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  4. Wir haben 1989 mit Weber gebaut. Schwierige bauplatz lage, für Weber kein Problem. Wir sind sehr zufrieden und glücklich in unserem Haus. Alles reibungslos. Ich habe grössten Respekt wie alles funktioniert hat da weis jeder was er zu tun hat. Vom ersten Kontakt bis zum Einzug. !.und heute nach 25 Jahren möchten wir eine kleine Veränderung vornehmen und brauchten einen Plan unseres Hauses. Der ist am gleichen Tag noch per E-Mail gekommen. Super Kundenservice sag ich da nur. Dankeschön.
    Nur zu empfehlen. Bis heute keinerlei Reparaturen oder Beanstandungen.
    Wir würden jederzeit wieder Weberhaus wählen.
    Gruß Jutta Germann

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  5. Warum kam schwörer nicht in die engere wahl?

    Grüße

    Ralph

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    1. Hallo Ralph,

      bei Schwörer haben wir einen etwas merkwürdigen Berater erwischt, der vor allem dadurch auffiel, dass er sich nach dem ersten Termin nicht mehr meldete.

      Mehrere Nachfragen auf seinem Anrufbeantworter und per Mail brachten keinen Erfolg.

      Auch zwei Nachfragen in der Firmenzentrale waren es offenbar nicht wert, beantwortet zu werden.

      Daraufhin war Schwörer für uns erledigt.

      Immerhin brachte ein Schreiben an den Geschäftsführer, indem wir den ganzen Vorgang schilderten eine Reaktion. Allerdings war unser Vertrauen ins Unternehmen da schon so geschädigt, dass wir von weiteren Gesprächen Abstand nahmen.

      Grüße,

      Sandra & Dirk

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    2. Vielen Dank für eure Einschätzung.

      Wir suchen momentan eine Bestandsimmobilie aber liebäugeln auch mit einem Fertighaus.

      Wohnen in möhringen und hatten uns vor kurzen ein haus in malmsheim angeschaut.

      Leider sind die grundstückspreise in Renningen und umgebung unbezahlbar.

      Wir sind die sozialen strukturen in Renningen und Malmsheim?

      Calw soll anscheinend eine s bahn verbindung bekommen.Dort kostet momentan bauland ca 260€ pro qm.Aber müssten uns den Ort genauer anschauen.

      Grüße

      Ralph

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  6. Hallo Ralph,

    ja die Grundstückspreise sind in Renningen und Malmsheim nicht mehr wirklich lustig. Daran hat natürlich auch das neue Forschungszentrum von Bosch in Malmsheim seinen Anteil...

    Aber auch die S-Bahn Anbindung nach Stuttgart & Böblingen / Sindelfingen spielt mit hinein.

    Renningen und Malmsheim haben ein sehr reges Vereinswesen, Kindertagesstätten, alle Schularten, Freibad, viele Sportstätten und alle möglichen Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden.

    Calw soll an das S-Bahn Netz angebunden werden, allerdings mit einer privat betriebenen Bahn - ein Umstieg auf die S-Bahn wird dann in Weil der Stadt oder Renningen (noch nicht entschieden) erforderlich sein.

    Das wird dann aber bestimmt auch einen Anstieg der Bodenpreise mit sich bringen.

    Grüße,

    Dirk

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  7. Darf ich fragen warum Lehner Haus rausgeflogen ist? Die wollten wir uns als nächstes anschauen...

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  8. Hallo Jenny,
    bei Lehner Haus hat uns der Entwurf nicht wirklich überzeugt. Der Berater hatte einige unserer Vorgaben nicht so berücksichtigt, wie wir uns das vorgestellt hatten.

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    1. Hey,
      dann sind wir mal gespannt - nächste Woche Freitag haben wir einen Termin bei Lehner. Eine Liste unserer Vorstellungen sowie Bebauungsplan u.ä. haben wir Lehner schon vorab zukommen lassen - vielleicht gibt es dann ja schon erste Vorschläge ;-)

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  9. Hi,
    dann wünsche ich Euch mal viel Erfolg beim Termin. Genießt die spannende und interessante Zeit - anstrengend wird es früh genug.

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  10. Hallo,
    Respekt für eure umfassende Doku ;-)
    Wir befinden uns aktuell erst am Anfang der Auswahlphase und einer der heißen Kandidaten ist die Firma Keilhofer aus Zwiesel, welche Ihr am Anfang auch in der engeren Auswahl hattet. Zumindest in der Musterhausausstellung machten die für uns einen guten Eindruck.
    Darf ich fragen, wesshalb die Firma bei Euch nicht gepunktet hat?
    Grüße aus Reutlingen

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    1. Hallo,
      das Haus von Keilhofer im Musterhauspark in Fellbach hatte uns auch gut gefallen.
      Enttäuscht waren wir allerdings vom dortigen Berater, wir lagen einfach nciht auf einer Wellenlinie...
      Auch bei unseren Nachforschungen im Internet sind wir dann noch auf ein paar nicht so schöne Erfahrungsberichte gestossen.

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  11. Hallo Sandra + Dirk,

    erstmal toll, dass ihr euch soviel Mühe macht und alles exakt formuliert. Dies hilft einem extrem, denn v.a. im Moment befassen sich ja viele Personen mit Hausbau :)
    Meine Frau und ich sind im Moment in der Auswahlphase.
    Durch Erstkontakte, Erfahrungen von Freunden, der Musterhausausstellung in Fellbach etc. sind für uns im Moment noch 2 Anbieter im Rennen:
    - DanWood
    - Weber

    Wir wohnen im Moment 3 Ortschaften von euch entfernt, wäre es mal möglich euer Haus zu besichtigen und uns generell mit euch zu unterhalten? Interessant ist das für uns, da gute Freunde von uns vor ein paar Jahren mit DanWood gebaut haben, wir jedoch niemanden direkt kennen, der mit Weber gebaut hat :)

    Besten Dank und viele Grüße
    Sebastian

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    1. Hallo Sebastian,

      gerne könnt Ihr Euch das Haus anschauen und auch mit uns über unsere Erfahrungen sprechen.#

      Wenn Du magst, lass uns doch einfach in einem weiteren Kommentar eine Emailadresse oder Telefonnummer zukommen - wir melden uns dann.
      Den Kommentar würden wir dann nicht veröffentlichen, sodass Eure Daten nicht "mitten" im Netz stehen.
      Grüße,
      Dirk

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  12. Hallo Sandra + Dirk,

    vielen Dank für Euren Blog und die Mühe, die Ihr Euch da gemacht habt. Wir stehen momentan noch gaaaaanz am Anfang und Eure Seite hilft uns, mal etwas "Licht in den Anbieterwald" zu bekommen... :-)

    Viele Grüße und vielen Dank,
    Alex aus 'Hengstett.

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