Wie schon im vorletzten Beitrag erwähnt, haben wir vom Kellerbauer die Hausaufgabe bekommen für eine Straßensperrung zu sorgen.
Die Sperrung ist erforderlich, da unser Bauplatz an einer mit ca. 5,5m Breite relativ schmalen Straße liegt und, wenn erst mal Kran & LKW mit den Wandelementen, oder am nächsten Tag Betonpumpe und Beton-LKW dastehen, kein Durchkommen mehr sein wird.
Unmittelbar nach dem Bauanlaufgespräch haben wir dann mit dem Abteilungsleiter „Öffentliche Ordnung und Straßenverkehr“ bei der Stadt Renningen Kontakt aufgenommen und unser Anliegen vorgetragen.
Auch hier wurde uns von dem städtischen Mitarbeiter sehr freundlich und kompetent weitergeholfen. Wir haben ihm daraufhin per Email den groben Zeitraum mitgeteilt, in dem der Kellerbau erfolgen wird und darauf hingewiesen, dass wir zwei Tage eine Vollsperrung benötigen werden.
Toll ist auch, dass wir die entsprechenden Halteverbots und Sperrschilder beim städtischen Bauhof ausleihen dürfen. Gut, dass mein Papa erst kürzlich ein neues Auto mit Anhängerkupplung und einen kleinen Anhänger dazu gekauft hat – so können wir die Schilder auch problemlos transportieren.
Wichtig ist es auch, dass die Halteverbotsschilder bereits 72 Stunden vor der Sperrung aufgestellt sein müssen, um den Anwohnern auch die Möglichkeit zu einem rechtzeitigen Reagieren zu geben.
Zusätzlich haben wir auch Anfang dieser Woche jedem Anwohner der Straße ein Schreiben in den Briefkasten geworfen, in dem wir die Sperrung angekündigt haben – dies war auch eine Empfehlung des Herrn vom Amt für Öffentliche Ordnung und Straßenverkehr.
Gestern Abend haben wir nun den Zeitplan für den Kellerbau bekommen und daher gleich heute Morgen den Antrag für die „Verkehrsrechtliche Anordnung“ (Schon wieder einen neuen Begriff gelernt) per Mail an den Mitarbeiter der Stadt verschickt.
Eher schwierig hingegen gestaltete sich eine Sache, die wir als völlig unkomplizierten Vorgang mehr oder minder bereits abgehakt hatten:
Der Anschluss von Strom, Telefon, Kabelfernsehen und gegebenenfalls Gas…
Heutzutage ist es Standard, dass diese „Verbindungen zur Außenwelt“ in einem einzigen „Loch“, also als sogenannter „Mehrspartenanschluss“ ins Haus kommen.
Soweit, so gut. Womit wir allerdings nicht gerechnet hatten, war die Tatsache, dass wir als Bauherren, beim Ausfüllen des entsprechenden „Informationsformular zum Bauvorhaben“ unseres Netzbetreibers, so „schwerwiegende Fehler“, die sich angeblich auch nicht mehr beheben ließen, machen konnten, dass uns der Netzbetreiber schlicht die Lieferung und den Einbau dieses Mehrspartenanschlusses verweigerte…
Dies führte sowohl bei Bauleitung, Architekt und uns als Bauherren zu absolutem Unverständnis – schließlich war das ja nicht der erste Keller dieser Bauart im Geschäftsgebiet des Energieanbieters.
Da sich der zuständige Sachbearbeiter jedem Klärungsversuch vehement verweigerte, gingen wir in unserer Verzweiflung auf einen guten Freund aus unserem Verein zu, der bei diesem Unternehmen, allerdings in einem anderen Bereich, arbeitet.
Er konnte uns auch tatsächlich einen Kontakt in die richtige Abteilung vermitteln – unser dortiger Ansprechpartner hat den Fall dann an den Teamleiter des widerspenstigen Sachbearbeiters weitergegeben, der uns dann einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss anbieten konnte:
Wir besorgen den passenden Mehrspartenanschluss und der Energieversorger baut ihn uns ein.
Daher auch unsere Empfehlung an alle Bauherren und solche, die es noch werden wollen:
Schaut Euch die Formulare der Energieversorger ganz genau an und holt Euch Rat von einem Fachmann beim Ausfüllen!!!
Da wir wussten, dass wir einen Keller mit einer Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser bekommen, haben wir auf dem Formular auch „Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser“ angekreuzt. Die neben dem Text „Abdichtung gegen aufstauendes Sickerwasser“ aufgeführte DIN-Norm sagte uns als Laien naturgemäß nichts – wir gingen davon aus, dass das richtig wäre.
War es aber nicht. Auf einmal geisterten Begriffe wie „Bitumenbahnen“, „Weiße Wanne“, „Schwarze Wanne“, „Orangene Wanne“, „Spezial-Sonder-Super-Duper-Abdichtung“ durch die Gegend und führten zu vollständiger Konfusion auf beiden Seiten…
Schlussendlich sind wir froh, aus dieser Sache noch relativ gut herausgekommen zu sein – auch hier hat sich mal wieder gezeigt:
Vitamin-B ist das halbe Leben…
Daher auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an unseren Freund Klaus und seinen Kollegen!!!